Ev. luth. St. Martinskirchengemeinden | Adenstedter Str. 4 | 31185 Hoheneggelsen | Tel: (05129) 359

Die Wehrkirche


Wir befinden uns am Ostrand eines langgestreckten Jurakalkrückens des an seiner höchsten Stelle 111,5 m hohen Messeberges. Hoheneggelsen liegt an der mittelalterlichen Heer- und Handesstrasse, der heutigen B1. Der Ort wurde urkundlich im Jahre 1064 n.Chr. als Ecgolvesheim erstmalig urkundlich erwähnt und es ist zu vermuten, dass im Gebiet der germanischen Cherusker ein Mensch namens Ecgolf der erste Ansiedler war, der an einer der Quellen am Hang der Anhöhe sein Heim baute.

Die Anfänge des Christentums liegen im Dunkeln, aber mit einiger Sicherheit wurde die spätere „Tochterkirche“ Hoheneggelsen – wie die umliegenden Orte – auf Anweisung eines Hildesheimer Bischofs von der Archediakonatskirche Nettlingen aus missioniert. Die erste Taufkapelle, später als Wehrbefestigung zum Schutz in unruhigen Zeiten ausgebaut, wurde auf einer vormals heidnischen Thingstätte an der Stelle des heutigen Turmes errichtet. Das genaue Entstehungsdatum ist nicht mehr bekannt, allerdings wird sie schon 1235 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Sie trägt den Namen des aus der Legende bekannten Heiligen St. Martin (Bischof von Tours), war nie Patronatskirche, wurde also immer von den Bauern („Mennen“), also den Markgenossen des Dorfes unterhalten.  


Die erste Taufkapelle wurde auf einer vormals heidnischen Thingstätte an der Stelle des heutigen Turmes errichtet und 1235 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Kirche war nie Patronatskirche, sondern wurde von den Bauern des Dorfes unterhalten.


Die erste lutherische Predigt hielt schon im Jahre 1529 ein ehemaliger Franziskanermönch.

Der Wehrturm ist der älteste Teil der typisch romanischen Wehrkirche. Schießscharten und stabiles Mauerwerk weisen auf diese zweite Funktion hin. Nach 1945 wurde der Turm als Gedenkstätte für die Gefallenen beider Weltkriege umgestaltet.


Das Dach des bis zur Bekrönung 31 m hohen Turmes war früher mit Schiefer gedeckt und erhielt erst 1949 seine heutige kupferbedachung.

im kirchturm hängen drei Glocken, deren Geläut einzigartig im Landkreis hildesheim ist. Sie wurden 1924 von den Bochumer Gussstahlwerken geliefert und künden in ihrem Dreiklang von der Dreieinigkeit Gottes.


Mit der Restaurierung des Wehrturms und der Einrichtung des 256 Fächer umfassenden Kolumbariums ist eine ansprechende Synthese aus Geschichte und Moderne gelungen. Die schlichte, aber elegante Gestaltung schafft Klarheit – ein würdiger Raum für Beisetzung und Gedenken ist entstanden.